Es gibt unterschiedliche Formen und Ursachen von Migräne, um diese genau zu definieren, bedarf es eine ausführliche Anamnese. Jedoch welches Organ aus Sicht der TCM immer mit beteiligt ist, ist die Leber. In der TCM nennt man dies aufkommender Leber-Wind, Leber-Qi Stagnation, sowie Yin und Blut Mangel.
Frauen leider bis zu dreimal häufiger an Migräne, denn das Absinken des Östrogenspiegels vor der Periode geht mit einer Abnahme von Blut und Yin einher und kann somit ein typischer Auslöser für Migräne sein. Das Blut, so sieht man es in der TCM, ist unsere Kühlflüssigkeit im Körper, haben wir hiervon einen Mangel (Leber-Blutmangel oder westlich gesprochen auch einen Eisenmangel), überhitzt der Körper und uns steigt sprichwörtlich die Hitze zu Kopf und es kann eine Migräne-Attacke entstehen. Auch zu viel Druck, Stress und zu wenige Ruhepausen, überhitzen unseren Körper – unsere Leber hasst noch dazu jegliche Art von Druck, wenn dieser dann überhandnimmt, ist meist der nächste Migräne Anfall nicht weit.

Aber was bedeutet dies jetzt für die Ernährung, wie können Lebensmittel hier helfen?
Wie oben beschrieben gehört die Leber unterstützt, sowie entlastet und es sollte darauf geachtet werden, dass wir nicht noch zusätzlich Hitze, durch unser Essen in unserem Körper führen. Besonders hitzige Lebensmittel sind Kaffee, schwarzer Tee, Knoblauch, Chili, Ingwer, wobei auch die Zubereitungsart eine große Rolle spielt, wie in etwa frittiertes, gegrilltes und scharf angebratenes auch eher vermieden werden sollte, da dies sehr heiße Zubereitungsarten sind.

Was sind nun aber die richtigen Lebensmittel bzw. Speisen?
Ideal ist eine leichte und erfrischende Kost, mit vielen frischen Kräutern, welche unsere Energie fließen lässt und die Leber entspannt, wie zum Beispiel Rucola, Chicorée, Radicchio, Vogerlsalat, sowie Kräuter in Form von Gewürzen oder Tees. Hier eignen sich Löwenzahn, Schafgarbe, Chrysanthemen aber auch Wermuth. Als Speisen eignen sich saftige, bekömmliche Eintöpfe, Suppen, aber auch gedünstetes Gemüse, Fleisch und Fisch, Kompotte, sowie in kleinen Mengen Rohkost und Blattsalate.
Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Essenhygiene. Oftmals werden Mahlzeiten einfach ausgelassen, oder man nimmt sich nicht genug Zeit fürs Essen. Jedoch sind gerade regelmäßige Mahlzeiten sehr wichtig, denn auch durch Hunger, oder auch durch eine Unterversorgung von Nährstoffen kann ein Migräneanfall entstehen, oder aber es entstehen auch häufigere und stärkere Attacken.
Zusammengefasst kann man sagen, achte darauf, dass du dich gut und regelmäßig ernährst, mit erfrischenden und bekömmlichen Speisen und ganz wichtig, nimm dir Zeit, dich und deinen Körper zu nähren, dies ist gerade bei Migräne Patientinnen ein ganz wertvoller Beitrag, den du dir selbst schenken kannst.